Interpretation von Massenspektren

Das Tagesseminar richtet sich an LC-MS (teilweise auch an GC-MS) Anwender, die ihre Kenntnisse in der Interpretation von Massenspektren weiter ausbauen wollen. Grundlagen und Besonderheiten der Spektrenauswertung werden ebenso behandelt wie die Erstellung und Verwendung von Spektrenbibliotheken. Grundkenntnisse in der Massenspekrometrie werden vorausgesetzt.


Die Massenspektrometrie ist ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument zur Aufklärung unbekannter Strukturen und zur  Analyse komplexer Gemische.

Die Interpretation der gewonnenen Daten ist meist tückisch und bereitet viele Schwierigkeiten. Computerauswertungen scheinen die Lösung aller Probleme zu sein – doch wer sich auf Sie verlässt ist oft schnell selbst verlassen. Durch kritische Betrachtungen lassen sich Fehler schnell aufspüren und Ergebnisse richtig interpretieren.

In diesem Seminar werden Strategien und Vorgehensweisen zur Interpretation von MS-Spektren erarbeitet. Durch praktische Übungen werden die Möglichkeiten der Auswertung vermittelt. Dabei kommt auch der Umgang mit auftretenden Problemen wie Ionenunterdrückung oder Bildung von Artefakten nicht zu kurz. Ziel des Seminars  ist es zukünftig Spektren selbstständig interpretieren zu können.

Inhalte:                                                                                                          

Einführung in die MS-Spektreninterpretation

       Überblick und Terminologie der  MS-Spektren

       Basisregeln: Stickstoffregel, logische Neutralverluste

       Grundlegende Fragmentierungsreaktionen

       Wichtige Signale im Massenspektrum

 

Fragmentierungsstrategien in der Massenspektrometrie

       In-Source Fragmentierung

       Kollissionsinduzierte Fragmentierung

       Weitere Fragmentierungsmöglichkeiten

 

 

Auswertung von Spektren

       Vergleich von ESI/ APCI/Maldi- Massenspektren

       Welche Unterschiede in der Interpretation gibt es?

       Isotopenmuster

       Fragmentierung, MS/MS

       Molekülionen, Adduktbildung, Mehrfachladungen

       Molekül-/Produktionen

 

Probleme bei der Spektrenauswertung

       Erkennung von Peaks geringer Intensität

       Auswahl von Peaks, die dem Grundrauschen entstammen

       Signalunterdrückung

 

Möglichkeiten der Strukturaufklärung und Identifizierung

       Vergleich mit MS-Datenbanken

       Erstellen und Verwenden von Spektrenbibliotheken

       Gefahren und Probleme der Spektrensuche

       Weiterinterpretation zur richtigen Struktur

 

 
Fakten:                                                                                                          
Termine Dauer
Seminar-Nr. Beginn / Ende
Ort

10.07.2014

1 Tag
A-MS-3114

09:00 - 17:00 Uhr

München

15.10.2014

1 Tag A-MS-3214

09:00 - 17:00 Uhr

München


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Seminaradresse:

Neues Rathaus München

Marienplatz 8

80331 München

 


Kombi-Seminar-Vorschlag:                                                                            

14.10.2014   LC-MS-Kopplungstechniken

15.10.2014   Interpretation von Massenspektren
16.10.2014   HPLC: Troubleshooting und Methodenoptimierung

Referent:                                                                                                        

PD Dr. habil. Thomas Letzel ist Leiter der Analytischen Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der TU-München. Er widmet er sich eingehend der massenspektrometrischen Analyse verschiedenster Forschungsbereiche aus der Umwelt- und Lebensmittelanalytik sowie der Pharmazeutischen Analytik und Bioanalytik.

 

Stichworte aus dem Inhalt:

 

MS-Spektreninterpretation, Isotopenmuster, Fragmentierung, In-Source Fragmentierung, Kollissionsinduzierte Fragmentierung, Basisregeln, Signalunterdrückung, Peakauswahl, Spektrenauswertung, Vergleich mit MS-Datenbanken, Strukturaufklärung, Spektrenbibliotheken,  Spektrensuche, Adduktbildung, Mehrfachladungen, Molekülionen, Produktionen