Experte für HPLC und Massenspektremetrie

Basiskurs-HPLC, HPLC-Troubleshooting und Methodenentwicklung, Grundlagen der Massenspektrometrie, LC-MS-Kopplungstechniken und Interpretation von Massenspektren und HILC-MS und SFC-MS

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter (Neueinsteiger sowie Anwender) der Bereiche Labor, Analytik und Forschung in der pharmazeutischen, chemischen, Biotech-, Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie sowie in Auftrags- und Forschungsinstituten.

Mit diesem Kombi-Seminar erhalten die Teilnehmer eine umfassende Einführung in die Techniken der Massenspektrometrie und der HPLC. Neben allgemeinen Grundlagen werden auch Tipps zur Methodenoptimierung vermittelt. Es sind keine MS oder HPLC Vorkenntnisse nötig.


Inhalte:                                                                                                          

1. Tag: HPLC-Basiskurs für die Qualitätskontrolle

Grundlagen der HPLC

  • Grundbegriffe in der HPLC-Messung
  • Apparativer Aufbau einer HPLC-Anlage
  • Normalphasen- und Reversed Phase-Chromatographie
  • Stationäre Phase  - Umgang mit Säulen
  • Mobile Phase - Herstellung  Pufferlösungen
  •  Gradientenmessung und isokratische Messung

 

Die HPLC-Analyse

  • Inbetriebnahme der HPLC-Anlage
  • Aufbau von Sequenzen
  • Bewertung der Systemstabilität

Das Chromatogramm und seine Aussage

  • Richtig Integrieren
  • Retentionszeit, Retentionsfaktor, Selektivitätsfaktor und Auflösung
  • Peaksymmetrie und Tailing
  • Bodenzahl und Bodenhöhe

 

Systemeignungstest (SST)

  • Grundkonzept „Systemeignungstest“
  • Parameter des Systemeignungstests
  • Anforderungen und Akzeptanzkriterien
  • Auswertung

 

Gehaltsbestimmungen mit der HPLC (Quantifizierung)

  • Die Kalibrierung
  • Quantifizierung mittels externem Standard
  • Quantifizierung mittels internem Standard

2. Tag: HPLC Troubleshooting und Methodenentwicklung

HPLC-Troubleshooting

  • Erkennen von Fehlern im Chromatogramm
  • Systematisches Vorgehen bei der Fehlerbeseitigung
  • Lösungen für oft auftretende chromatographische Probleme
  • Vorbeugen ist besser als heilen: Strategien zur Fehlerprävention
  • Was beeinflusst die Robustheit einer Methode?


HPLC-Methodenoptimierung

  • Grundlagen zu den verschiedenen Techniken (RP, NP, HILIC)
  • Grundlagen zu Detektoren
  • Systematisches und effektives Vorgehen in der HPLC-Methodenoptimierung
  • Einfluss verschiedener Parameter (stationäre Phase, mobile Phase, Säulendimensionen, Temperatur) bei der Methodenoptimierung
  • Schnelle HPLC: Verkürzung von HPLC-Methoden
  • unter Beibehaltung der Trennleistung
  • Optimierung von isokratischen und Gradientenmethoden
  • Kritische Punkte für einen Methodentransfer
  • Optimierungsmöglichkeiten bei Pharmakopöe-Methoden


 

3. Tag: Grundlagen der Massenspektrometrie

Grundlagen der Massenspektrometrie

  • Terminologie
  • Isotopenmuster
  • Parameter eines Massenspektrometers
    (Auflösung, Empfindlichkeit, Massengenauigkeit)

 

Apparativer Aufbau eines Massenspektrometers

  • Erläuterung der gängigsten Ionisationsmethoden (ESI, APCI und MALDI)
  • Aufbau und Funktionsweise verschiedener Massenanalysatoren (z.B. Ionenfallen-, Triple-Quadrupole- und Flugzeitmassenspektrometer)
  • Funktionsweise von Detektoren
  • Vergleich verschiedener Massenanalysatoren für unterschiedliche Fragestellungen

 

Tandem-Massenspektrometrie

  • Aufbau und Verwendung verschiedener Tandem-Massenspektrometer
  • Fragmentierungen und Strukturaufklärung

 

Spektrenauswertung und Interpretation

  • Überblick über die verschiedenen Scantechniken
    Berechnung des Molekulargewichts
  • Typische Störsignale
  • Auswertung von Beispielspektren

 

Quantitative massenspektrometrische Analyse

  • Quantifizieren mit externen und internen Standards
  • Isotopenmarkierungsexperimente

4. Tag: LC-MS-Kopplungstechniken

Einführung in die LC-MS-Kopplungstechnik

  • Grundlagen der Massenspektrometrie, (Isotopenmuster, Auflösung, Massengenauigkeit, Empfindlichkeit)
  • Grundlagen der HPLC (RP-LC und HILIC)
  • Kopplungstechniken und Ionisierung: ESI, APCI, APPI
  • Erläuterung unterschiedlicher Gerätetypen und deren Einsatzmöglichkeiten


LC-MS in der Praxis

  • Einführung in die Methodenentwicklung
  • Auswahl von Lösungsmitteln und Additiven (Säuren, Basen, Salze)
  • Sensitivitätstest, Kalibration
  • Performance-Test, (Re-)Kalibrierung und Wartung
  • Messung und Berechnung von Auflösung, Massengenauigkeit, S/N und Empfindlichkeit
  • LC-MS-Fehlersuche

 

Applikationsbeispiele und Auswertung

  • Vergleich von ESI und APCI
  • Auswertung von Spektren und Isotopenmustern; Stickstoffregel
  • Molekülionen, Adduktbildung, Mehrfachladungen
  • Fragmentierung, MS/MS, MSn
  • MS/MS Messmodi
  • Erstellen und Verwenden von Spektrenbibliotheken
  • Matrixeffekte
  • Erläuterung der Messmodi (EIC, SIM, MRM)
  • Quantifizierung
  • Multikomponentenanalytik, sMRM

 

5. Tag: Interpretation von Massenspektren

Einführung in die MS-Spektreninterpretation

  • Überblick und Terminologie der  MS-Spektren
  • Basisregeln: Stickstoffregel, logische Neutralverluste
  • Grundlegende Fragmentierungsreaktionen
  • Wichtige Signale im Massenspektrum

 

Fragmentierungsstrategien in der Massenspektrometrie

  • In-Source Fragmentierung
  • Kollissionsinduzierte Fragmentierung
  • Weitere Fragmentierungsmöglichkeiten

 
Auswertung von Spektren

  • Vergleich von ESI/ APCI/Maldi- Massenspektren
  • Welche Unterschiede in der Interpretation gibt es?
  • Isotopenmuster
  • Fragmentierung, MS/MS
  • Molekülionen, Adduktbildung, Mehrfachladungen
  • Molekül-/Produktionen

Probleme bei der Spektrenauswertung

  • Erkennung von Peaks geringer Intensität
  • Auswahl von Peaks, die dem Grundrauschen entstammen
  • Signalunterdrückung

 
Möglichkeiten der Strukturaufklärung und Identifizierung

  • Vergleich mit MS-Datenbanken
  • Erstellen und Verwenden von Spektrenbibliotheken
  • Gefahren und Probleme der Spektrensuche
  • Weiterinterpretation zur richtigen Struktur

 

6. Tag: HILIC-MS und SFC-MS für die Analyse polarar Moleküle

Chromatographische Grundlagen

  • Apparativer Aufbau von HPLC und SFC
  • Grundbegriffe in der HPLC- und SFC- Trennung
  • Hydrophile Interaktionschromatographie (HILIC)
  • Superkritische Flüssigkeitschromatographie (SFC)


HILIC-MS

  • Stationäre HILIC-Phasen zur MS-Kopplung
  • Mobile HILIC-Phasen zur MS-Kopplung
  • Weitere notwendige Bedingungen zur MS-Kopplung
  • Trennung und Detektion sehr polarer Moleküle

 

SFC-MS

  • Stationäre SFC-Phasen zur MS-Kopplung
  • Mobile SFC-Phasen zur MS-Kopplung
  • Weitere notwendige Bedingungen zur MS-Kopplung
  • Trennung und Detektion sehr polarer Moleküle


Trennung sehr polarer Moleküle

  • Beispiele aus den Bereichen Bioanalytik, Umweltanalytik und Lebensmittelanalytik
  • Screening-Ansätze für polare Moleküle
  • Beispiele der Kursteilnehmer

 

LC-LC-MS Systeme zum gleichzeitigen Nachweis von Molekülen unterschiedlicher Polarität

  • RPLC-HILIC-MS Systeme: Aufbau und Anwendung
  • 2D- LC-MS Systeme: Aufbau und Anwendung
  • (LC-)SFC-MS Systeme: Aufbau und Anwendung

7. Tag: Richtig Kalibrieren in der instrumentellen Analytik

Grundlagen und Begriffsklärung

  • Kalibrierung, Justierung, Verifizierung, Eichung, Rückführbarkeit

 

Regulatorische Anforderungen an die Qualifizierung

  • GLP/GMP-Anforderungen
  • Richtlinien und Industriestandards

 

Elemente des Kalibriermanagements

  • Festlegung von Kalibrierintervall, Kalibrierumfang, Akzeptanzkriterien
  • Tageskalibrierung und Rekalibrierung
  • Anforderungen an Referenzgeräte und Referenzstandards
  • Kalibrierkette und Rückführbarkeit
  • Ringversuche

 

Kalibrierung eines HPLC (MS) Systems

  • Die wesentlichen Bestandteile eines HPLC (MS) Geräts Einflüsse auf die Quantifizierung
  • Modulare Tests der Anlage

 

Robustheit der Kalibrierung

  • Interner und Externer Standard
  • Wiederfindungsrate
  • Nachweisgrenze

 

Dokumentation und Prüfmittelüberwachung

  • Kalibrieranweisung
  • Kennzeichnung Prüfmittel
  • Umgang mit Abweichungen

 

Gruppenarbeit: Erstellung einer Kalibrieranweisung für ein einfaches   
                         Analysengerät

 

8. Tag: Qualifizierung von chromatographischen Systemen

Grundlagen und Begriffsklärung

  • Qualifizierung, Validierung, Kalibrierung, Justierung, Verifizierung, Eichung
  • Einführung in die Qualifizierungsphasen DQ, IQ, OQ, PQ
  • Lebenszyklusmodell

 

Regulatorische Anforderungen an die Qualifizierung

  • GLP/GMP-Anforderungen
  • Richtlinien und Industriestandards

 

Planung, Durchführung und Dokumentation von Qualifizierungsprojekten

  • Risikoanalyse als wichtiges Element der Qualifizierung
  • Geeignete Methoden zur Risikoanalyse
  • Verantwortlichkeiten der Lieferanten und Anwender
  • Erstellung von Qualifizierungsdokumenten (Masterplan, Protokolle, Bericht)

 

Qualifizierung von chromatographischen Systemen (HPLC, GC)

  • Die wesentlichen Bestandteile des Systems und ihre Einflüsse auf die Quantifizierung
  • Modulare Tests der Anlage
  • Was tun bei Altsystemen (retrospektive Qualifizierung)?
  • Wie geht man mit Neusystemen um und wie wird der Qualifizierungsstatus aufrechterhalten (Change Control, Revalidierung)

 

Gruppenarbeit: Erstellung eines Lastenheftes für ein einfaches Laborgerät

Fakten:                                                                                                          

14.-16.09.2016 und

27.-28.09.2016 und

08.-10.11.2016

8 Tage
A-LCMS-1216-8K

München /

Frankfurt

 

Dauer Beginn / Ende
8 Tage

jeweils 09:00 - 17:00 Uhr

Seminarpreis:                                                                                                

Experte für HPLC und Massenspektrometrie
Teilnahmegebühr für 8 Tage: 3.692,- € statt 4.192,-€.

Ersparnis gegenüber den Einzelbuchungen 500,-€

Kollegenrabatt:

1. Teilnehmer: 3.692,00 €

2. Teilnehmer: 3.433,56 €

3. Teilnehmer: 3.248,96 € (und für jeden weiteren Teilnehmer)

Die Preise sind zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von derzeit 19%.

Anmedlung:                                                                                                 
Experte für HPLC und Massenspektrometrie vom 14.-16.09.2016 (München) und 27.-28.09.2016 (Frankfurt) und 08.-09.11.2016 (München)

in München und Frankfurt

4.192,00 €
3.692,00 €
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Referenten:                                                                                                    

1. Tag: Herr Christian Thomas war in den vergangenen 20 Jahren als Laborleiter in Dienstleistungslaboren sowie bei Arzneimittel-Herstellern tätig. Er setzte sich intensiv mit der HPLC-Technik auseinander - die Methoden-entwicklung und –validierung zählten zu seinen Aufgaben, sowie der Routineeinsatz in Entwicklungs-analytik und der Qualitätskontrolle. Herr Thomas arbeitet derzeit als Leiter der Qualitätssicherung und als Sachkundige Person bei einem pharmazeutischen Auftragshersteller.

 

 

2. Tag: Herr Dr. Frank Michel hat an der WWU Münster Chemie studiert und 2001 auf dem Gebiet von stationären HPLC-Phasen, die er mit gaschromatographischen Techniken untersuchte, promoviert. Erfahrung in der Entwicklung und Validierung analytischer Methoden erlangte er durch seine Mitarbeit bei Bernina Biosystems und der HWI Analytik GmbH. Seit 2010 ist er bei Sigma-Aldrich als Analytical & Chromatography Technology Specialist mit dem Schwerpunkt „Training und Seminare“ tätig.

 

3. Tag: Herr Dr. Michael Witting studierte an der Hochschule Nürnberg Angewandte Chemie in der Fachrichtung Biochemie mit Spezialisierung in der Bioanalytik. Er promovierte am Lehrstuhl für Analytisch Lebensmittel-chemie der TU München. Derzeit forscht er am Helmholtz Zentrum München als Habilitand im Gebiet der Massenspektrometrie-basierten Metabolomik.

 

 

4. und 6. Tag: Herr Prof. Thomas Letzel ist Leiter der Analytischen Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität München (TUM). In den vergangen 15 Jahren widmete er sich eingehend der massenspektrometrischen Analyse verschiedenster Forschungsbereiche, darunter zählen Projekte aus der Umwelt- und Lebensmittelanalytik aber auch aus der Pharmazeutischen Analytik und Bioanalytik.


7. und 8. Tag: Frau Simone Mohr arbeitete bis zu Ihrem Schritt in die Selbständigkeit als Laborleitung für den Bereich Analytical Equipment in einem mittelständigen pharmazeutischen Unternehmen. Neben ihrer Tätigkeit als Referentin für GxP-Compliance ist sie als autorisierte Supportpartnerin für einen namenhaften Hersteller chromatographischer Systeme tätig.

Stichworte aus dem Inhalt:

HPLC, Einsteiger ohne Vorkenntnisse, RP, IC, NP, HILIC, Grundlagen der HPLC, HPLC-Säulen, Methodenoptimierung, Quantifizierung, externe Kalibrierung, Interner Standard, Elutrope Reihe, Gradientenmessung, isokratische Messung, apparativer Aufbau, Bodenzahl, Auflösung, Peaksymmetrie, Tailing, Retentionszeit, Grundlagen der Massenspektrometrie, Addukte, Auflösungsvermögen, Bestimmung der Molekülmasse, Atmosphärendruck (APCI), Chemische Ionisation (CI), Coulomb-Explosion, Desolvatisierung, Detektor, Einlasssystem, Elektronenstoß-Ionisation (EI), Fragmentierungen, Genauigkeit, Grundlagen, Ionenquelle, Isotopenmuster, Kopplungstechniken, Kollisionszelle, Kollisions-induzierte Messungen (CID), Ladungszustände, MS/MS-Messungen, Massenanalysator, Massenkalibration, mittlere Masse, monoisotopische Massen, Multichannel Plate, Neutralverlust-Scan, Probeneinlasssystem, Quadrupol, Sekundärionenvervielfacher, Tochter-Ionen-Scan, Total-Ionenstrom (TIC), Tandem-Massenspektrometrie, Time of Flight (ToF), Vakuumsystem, Vorläufer-Ionen-Scan, Vielkanalplatte, Peptid-Analytik, ESI, MALDI, Strukturaufklärung, Störsignale, Auswertung, LC-MS, Kopplungstechnik, Isotopenmuster, Auflösung, Massen-genauigkeit, Empfindlichkeit, RPLC und HILIC, Ionisierung, ESI, APCI, APPI, Methodenentwicklung, Auswahl von Lösungsmitteln und Additiven (Säuren, Basen, Salze), Sensitivitätstest, Kalibration, Performance-Test, (Re-)Kalibrierung und Wartung, Massengenauigkeit, S/N und Empfindlichkeit, LC-MS-Fehlersuche, Applikationsbeispiele, Auswertung, Molekülionen, Adduktbildung, Mehrfachladungen, Fragmentierung, MS/MS, MSn, MS/MS Messmodi, Spektrenbibliotheken, Matrixeffekte, EIC, SIM, MRM, Quantifizierung, Multikomponentenanalytik, sMRM, Target und Non-Target-Screening